Am Montag, dem 18.5.2026, machten sich unsere beiden 9. Klassen zusammen mit Herrn Ködel und Frau Adelmann auf den Weg zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Bereits um 6:30 Uhr startete die Fahrt an der Schule. Nach einer etwa vierstündigen Busfahrt und einer einstündigen Pause erreichten wir unser Ziel.
Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit dem Thema Nationalsozialismus und Erinnerungskultur auseinandergesetzt. Dabei erfuhren sie, warum das Konzentrationslager Dachau errichtet wurde, welche Funktion es hatte und weshalb die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit bis heute von großer Bedeutung ist. Zudem wurden die Klassen darauf vorbereitet, wie man sich an einem solchen historischen Erinnerungsort respektvoll verhält.
Um 12:00 Uhr begann die Führung durch die Gedenkstätte. Die beiden Klassen wurden aufgeteilt und nahmen an unterschiedlichen Führungen teil. Dadurch erhielten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Einblicke in die Geschichte des Lagers und lernten unterschiedliche Aspekte des Lebens und Leidens der Häftlinge kennen. Die Führungen dauerten etwa zweieinhalb Stunden und vermittelten zahlreiche interessante und zugleich bewegende Informationen.

Besonders eindrücklich waren für viele die zum Teil original erhaltenen Gebäude und Einrichtungen des ehemaligen Konzentrationslagers. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich dadurch ein deutliches Bild von den menschenunwürdigen Bedingungen machen, unter denen die Häftlinge leben mussten. Auch die Besichtigung des Krematoriums hinterließ bei vielen einen nachhaltigen Eindruck und machte das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen auf bedrückende Weise greifbar. Die Exkursion bot ihnen die Möglichkeit, ihr im Unterricht erworbenes Wissen mit eigenen Eindrücken zu verbinden und Geschichte an einem authentischen Ort zu erleben.

Gegen 15:00 Uhr traten wir die Heimreise an. Aufgrund einer Umleitung gestaltete sich die Rückfahrt etwas schwieriger als geplant. Dank der Unterstützung eines weiteren Fahrers mussten wir aber für die letzten Kilometer keine größere Pause einlegen und erreichten schließlich gegen 20:00 Uhr Frammersbach.
Die Fahrt nach Dachau war für die meisten Beteiligten eine wichtige und eindrucksvolle Erfahrung. Sie hat gezeigt, wie bedeutsam Erinnerungskultur ist und warum die Auseinandersetzung mit der Geschichte auch heute noch unverzichtbar bleibt.

S. Adelmann
